ABC der Begriffe

  • Ehe [ politik ]

    Entschluß zweier Personen, eine Person zu sein. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist Verwirklichung der Moralität, Ermöglichung der Sittlichkeit und die Grundlage der Familie.
  • Ehre [ politik ]

    Abstand zwischen Rechtssubjekten, Bekundung eigener und Anerkennung fremder Freiheit. In der Erbietung und Annahme von Ehre wird die Schätzung der Pflichten und Rechte der Person zum Ausdruck gebracht. Sicherheitsabstand der moralischen Person von der natür­li­chen, also des Bewußtseins zur Person.
  • Eigenmächtigkeit [ politik ]

    Aus dem Verkehr gezogene Macht und Besitz, entweder als Verkehrs­rendite im Rahmen der Verträglichkeit oder als Unverträglichkeit aus Gründen der Globalrechts­krise. Jede Eigenmächtigkeit kommt der Autonomie zugute.
  • Eigentum [ politik ]

    (Eigen), Beziehung zwischen Besitzern, die ihren Besitz wechselseitig anerkennen. Sie anerkennen sich als gegenseitig sich Anerkennende. Gesamtheit oder Teile des anerkannten (rechtmäßigen) Besitzes einer Person. Eigentum berechtigt; Eigentum verpflichtet; Eigentum macht frei (Recht, Pflicht, Freiheit).
  • Eigentumsgröße [ politik ]

    Gesellschaftliche Wichtigkeit der Beziehung zwischen Besitzern, die ihren Besitz wechselseitig anerkennen. Die Eigentumsgröße kann nicht selber gemessen, sondern nur in Besitzgrößen ausgedrückt werden. Die reine Beziehungsgröße der Anerkennung muß sich in der Naturalgröße eines konkreten Besitzes, Gutes oder Dienstes erkenntlich zeigen.
  • Eigentümer [ politik ]

    (Eigner), der anerkannte Anerkenner fremden Besitzes. Der Eigentümer ist der sub­jektivierte Inbegriff seines ganzen Eigentums. Jeder Eigentümer ist von selbiger Beschaf­fenheit als ein Anerkenner.
  • Emanzipation [ politik ]

    Das rechtlich-politische Aus-der-Hand-Geben des Mündels durch den Vor­mund. Heute allgemein im Sinne von Auflösungen jeglicher Gemeinschaft. So ist die Emanzipation der Frau die Auflösung der Ehe, die Emanzipation der Kinder (peer-groups) die Auflösung der Familie, die Emanzipation der Untertanen (Staatsbürger) die Auflösung des Staatsverbandes. Emanzipation als Kampfbegriff ist der umfassende Angriff auf die menschliche Sittlichkeit. Abwehrbegriffe sind Remanzipation, Eidgenossenschaft und Schwurgemeinschaft: der freie Entschluß mehrerer Personen, ihr Schicksal einander in die Hand zu geben.
  • Etatismus [ politik ]

    Weltanschauung der Staatsklasse, die vom Staatshaushalt lebt und die Staatsauf­gaben erfüllt. Gegenbegriff zu Anarchismus.
  • Exportrecht [ politik ]

    Ein die Grenzen des Staatsgebietes überschreitendes Recht, dessen subjektiv-öf­fent­liches Rechtsverhältnis doppelt bestimmt werden muß: zuerst in Nationalnorm des Inlands und danach in Nationalnorm des Importstaates mittels Legalwechsel.
  • Extremismus [ politik ]

    Ein Extrem ist das am weitesten Reichende. In einer politischen Debatte muß der weitreichendste Antrag stets zuerst abgestimmt werden. Extremismus ist die Verabsolutierung des Äußersten zum Dogma und gehört in der Politik zum Totalitarismus der Teilwahrheiten, die sich zu falschen Ganzheiten erweitern. In philosophischen und sozialwissenschaftlichen Systemen ist die am weitesten reichende Theorie die beste und fällt nicht unter die Totalitarismen, sondern es handelt sich um das zu erreichende Extrem, um die leistungsfähigste Theorie, um das Äußerste. Siehe auch Radikalismus.